Was YouTube fürs Video-SEO empfiehlt

11. August 2014 | By | Add a Comment

Bildschirmfoto 2014-08-11 um 22.36.11Wie landen Videos in den Suchergebnissen bei YouTube vorn? Tipps gibt’s ohne Ende, was dafür zu tun ist – viele sind aber auch schlicht falsch, wie ich kürzlich schon mal geschrieben habe. YouTube selbst äußerte sich bisher eher selten zu der Frage, wie Videos besser ranken. Aber jetzt gibt’s von YouTube das Creator Discovery Handbook – und daraus habe ich die wichtigsten Erkenntnisse zum Video-SEO zusammengestellt.

1. Die Optimierung der textbasierten Metadaten (Titel, Beschreibungen, Tags) ist nicht so wichtig
YouTube nutzt die Metadaten um zu verstehen, worum es in dem Video geht. Wichtiger ist aber, dass das Video von guter Qualität ist, was sich dann an anderer Stelle niederschlägt (beispielsweise bei der durchschnittlichen Sehdauer – einer der wichtigsten Punkte überhaupt). Je länger ein Video online ist, umso weniger spielen die Metadaten noch eine Rolle.

2. Aktuelle Videos können bevorzugt werden
YouTube versucht Videos zu aktuellen Ereignissen bevorzugt anzuzeigen, weil man annimmt, dass aktuellere Inhalte gefragt sind, wenn plötzlich das Suchvolumen zu einem Begriff ansteigt. Im Klartext: Während der Fußball WM in diesem Jahr sahen die Suchergebnisse eben für die Suchanfrage „Fußball WM“ völlig anders aus als in den Monaten vor der Fußball-WM. YouTube rät dringend davon ab, aktuelle Ereignisse in den Videotitel einzubauen, wenn sie nichts mit dem Video zu tun haben.

3. Doppelte Videos sind unerwünscht
YouTube hat etwas gegen gleiche Videos – oder, so YouTube wörtlich, „nahezu identische Versionen“. Meiner Erfahrung nach können das auch die Varianten eines identischen Videos in einer anderen Sprache sein – angezeigt wird dann häufig nur ein Video.

3. Prägnante Metadaten verwenden
Es geht nicht darum, einen ellenlangen Text in das Description-Feld zu schreiben, mit möglichst vielen Keywords. Laut YouTube soll man sich eher daran halten, was man in wenigen Worten einem Freund über ein Video erzählen würde.

4. In HD hochladen
Keine Überraschung: YouTube empfiehlt, die Videos in möglichst hoher Qualität hochzuladen.

5. Der Name der Videodatei spielt keine Rolle
Gern empfohlen und doch unnötig: Der Name der Videodatei, die Sie hochladen, spielt keine Rolle. Ob die Datei nun „WM-Finale 2014.mov“ heisst oder „DSCD000123.mov“ – man hat dadurch keinen Vorteil, bei der Suche nach WM Finale 2014 besser gefunden zu werden.

6. Selbst angelegte Untertiteldateien werden indexiert
YouTube verspricht, die selbst angelegten Transkripte für ein Video fürs YouTube-Ranking zu berücksichtigen. Das gilt nicht für die automatisch angelegten (und häufig sehr fehlerhaften) Transkripte.

7. Die Reihenfolge der Tags ist unwichtig
Laut YouTube ist es egal, in welcher Reihenfolge die Tags für ein Video eingetragen werden. Manch vermeintlicher Experte behauptet dagegen, der wichtigste Begriff sollte ganz am Anfang stehen.

8.Positive Bewertungen, Kommentare und das Teilen von Inhalten spielen eine untergeordnete Rolle
Gern gesehen bei einem Video – aber laut YouTube sind diese Faktoren nicht wirklich relevant für das Ranking, weil sie sich zu einfach manipulieren lassen.

Was kann man letztlich überhaupt tun, um gut gefunden zu werden?  YouTube schreibt: „Produziere Videos, die so überragend sind, dass sie automatisch gefunden werden.“ Nichts leider als das, oder?

Filed in: Blog, Video-SEO, YouTube

About the Author (Author Profile)

Matthias Morr, Jahrgang 1976, berät Unternehmen und trainiert die Mitarbeiter beim Einsatz von Videos und YouTube. Außerdem realisiert er Videoproduktionen als Videojournalist - in Hamburg und bundesweit. Als Referenzprojekte betreibt er zwei sehr erfolgreiche YouTube-Partnerkanäle über Kreuzfahrtschiffe (Schiffstester.de und Cruiseinspector.com). Stationen in früheren Jahren waren u.a. der NDR und Axel Springer Digital TV.

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