Ist Video nichts mehr wert?

31. März 2012 | By | Kommentar hinzufügen

Einen Imagefilm für 99 Euro bietet im Moment eine Münchener Firma über Groupon an. Versprochen wird ein 60 Sekunden Video auf Basis eines zweistündigen Drehs. Ist das überhaupt machbar?

Klar, eine rhetorische Frage… Wer sich ein wenig mit Groupon, DailyDeal und Co. auskennt, der weiß: Mehr als etwa 70 Prozent gehen nicht an das Unternehmen. Ziehen wir also von den 99 Euro einmal die Mehrwertsteuer ab, bleiben etwa 80 Euro übrig – davon 70 Prozent sind dann am Ende 56 Euro. Das entspricht nach Marktpreisen gerade Mal dem Tagespreis für die Nutzung einer einfachen Kamera, Personal lässt sich davon nicht mehr finanzieren.

„Die machen den Markt kaputt“ oder „Ärgerlich!“ kommentieren die Mitglieder einer Xing-Gruppe über Internet-Videos. Aber ist das wirklich so? Ich glaube nicht. Ich vermute ganz stark, dass es bei dem Angebot am Ende noch Zusatzoptionen gibt, die das Video deutlich verteuern. Und lange wird sich ein Unternehmen mit derartigen Kampfpreisen auch nicht halten können.

Normalerweise soll ein Groupon-Deal ja ein Lockangebot sein für eine Geschäftsbeziehung in der Zukunft. Ob allerdings diejenigen, die einen 99-Euro-Imagefilm bestellen, überhaupt darüber nachdenken ein zweites Video zu bestellen, das halte ich doch für sehr fraglich. Zumal der Normalpreis für die 60 Sekunden ansonsten 999 Euro betragen soll. Kurzum: Ein Groupon-Deal mit vielen Fragezeichen.

 

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